Christina Jarmolinski, Modern Art.

Paintings Collages and Prints

Christina-Jarmolinski-fine-art-The- Opening- of -my- Studio- and -Galerie- 7

Rede zur Eröffnung der
„Galerie 7 Art & Studios“
am 1. Mai 2022 in Tännesberg
Dr. Christian Schmitt
Rechtsanwalt aus München
Liebe Freunde, liebe Gäste, liebe Kunstinteressierte,
ich freue mich, Sie/Euch alle zur Eröffnung der „Galerie 7 Art & Studios“ in Tännesberg
begrüßen zu können. Ich darf mich Ihnen zuerst vorstellen: mein Name ist Christian
Schmitt. Ich bin der Sohn von Christina Jarmolinski,
die Galerie 7 betreibt. Christina hatte schon zuvor in Deutsch-
land und in Florida mehrere Jahre zwei Kunstgalerien betrieben.
Nunmehr feiern wir heute die Neueröffnung der „ Galerie 7 Art & Studios“ in Tännes-
berg. Wir sehen hier Werke von Beiden ausgestellt, sowie von meinem verstorbenen
Vater, Erich Schmidt-Unterseher – die gemalten Bilder und der Schmuckstammen von
Christina Jarmolinski und die Plastiken sind von Erich Schmidt-Unterseher.
Zu Christina Jarmolinski und ihrem Werk:
Christina Jarmolinski ist seit über 40 Jahren als Künstlerin, Dozentin und Galerist in
tätig. Ihre Welt ist die Farbe und ihre künstlerischen Ausdrucksformen reichen von fi-
gurativen Gemälden, abstraktem Expressionismus, Collagen über Portraits bis hin
neuerdings wieder zu ihrer Rückkehr zur abstrakten Malerei. Zusätzlich zu ihrer for-
malen Ausbildung hatte sie die Möglichkeit, in diversen Ateliers in Deutschland und
Frankreich zu arbeiten. Sie studierte unter anderem an der renommierten „Schule des
Sehens“ von Oskar Kokoschka in Salzburg.2
Neben ihrer eigenen Kunstausübung unterrichtete sie Jahrzehnte als Dozentin für
Kunst und Kunstverständnis in zahlreichen Kursen, Workshops und Seminaren u.a. in
Deutschland, Holland, Italien und den USA - z.B. war sie mehr als 20 Jahre als Do-
zentin an der VHS Augsburg in der Erwachsenenbildung und mit dem von ihr entwi-
ckelten Programm „Weg zur Abstraktion in Acryl und Mischtechnik“ auch an der
Schwaben Akademie in Irsee, Allgäu engagiert. Im Kloster Öberschönenfeld bei Augs-
burg unterrichtete sie einen „Kunstverstehens- und Malworkshop“ für Kinder. Sie bot
auch jahrelang immer wieder im eigenen Atelier Workshops für Erwachsene aber auch
für Kinder an.
Ihre zahllosen Reisen durch Europa, Indien und den USA und das Erlebnis vieler frem-
der Kulturen beeinflussten ihr Werk. So haben sich die intensiven Farben des indi-
schen Alltags, die Märkte und Gewürze zu einer ständigen Inspirationsquelle für ihre
Kunst entwickelt. Indien und das subtropische Klima in Florida veränderten ihre Farb-
palette massiv, so dass sie die dunklen Töne ihrer früheren Arbeiten aufgegeben hat.
Christina Jarmolinski ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen. Ihre Arbeiten
werden seit Jahrzehnten international ausgestellt und von Kunstsammlern gekauft. In
Deutschland wurde ihre Kunst z.B. jahrelang vom BBK Augsburg (Berufsverband Bil-
dender Künstler) oder in der Galerie Ecke in Augsburg aus gestellt, in Holland stellte
sie u.a. im Casino in Zandvoort aus. In den letzten Jahren wurden ihre Arbeiten regel-
mäßig vor allem in Galerien in Ft. Myers , Naples oder Sanibel (zB „Gallery Arts for
Acts”, “Syzygy Gallery”, “Sans Frontiers”, “The Liebig Gallery” und “Big Arts”) – jeweils
in Florida -, in Salisbury („Art Institute & Gallery“) und Ocean City (“Ocean CityCenter
for the Arts”) - jeweils in Maryland -, im „The Rehoboth Art Center” in Rehoboth, Dela-
ware oder in der “Capital Arts Gallery” in Washington D .C. in Einzel - oder Grup-
penausstellungen gezeigt. U.a. stellte sie ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung
mit Robert Rauschenberg in der „Alliance for the Arts“ in Ft. Myers, Florida aus.
Christina Jarmolinski wurde auch für Kunst am Bau engagiert – seien die Außenfas-
sade und Gänge einer Schule in Augsburg, Privataufträge für die Gestaltung von Au-
ßenmauern oder die Fenster einer Kirche in Soest, NRW.3
Christina Jarmolinski ist nicht nur Küns tlerin und Dozentin, nein – sie ist auch eine
Galeristin. Bereits 1976 eröffnete sie ihre erste Galerie in Augsburg– „Der kleine weiße
Elefant“. In späteren Jahren betrieb sie gemeinsam mit Rob de Koter außerhalb Augs-
burgs die Galerie „Der Malerhof“ und in Ft. Myers, Florida, die „Syzygy Gallery“.

Die Kuratorin der Arts for ACT Gallery aus Ft. Myers beschreibt Christina Jarmolinski
und ihr Werk so:
„Sie ist eine kreative visuelle Geschichtenerzählerin, deren juwelenfarbene,
brillante Farben ins Auge fallen. Christina Jarmolinski ́s Kunst bereitet
große Freude. Meine erste Begegnung mit Christina war als Lehrerin. Sie
lehrte ihre Schüler nicht, wie sie zu malen haben, sondern ihre Regeln in
Bezug auf Gleichgewicht, Kontrast, Bewegung und Proportion zu befolgen.
Die beste Anleitung, die ein Lehrer geben kann, hat sie gegeben.
Christina kann mit jedem Medium und auf jedem Untergrund malen. Sie ist
eine kantige, selbstbewusste Künstlerin, die Geschichten erzählt, um die
Augen für das zu öffnen, was da ist. Während ihres Aufenthalts in den Ver-
einigten Staaten hatte Christina viele erfolgreiche Ausstellungen im Süd-
westen Floridas. Außerdem war sie die Kuratorin zweier erfolgreicher
Kunstgalerien im Südwesten Floridas. Ich bin die Kuratorin der Arts for ACT
Gallery, wo wir mehrere Einzelausstellungen und Kurse von Christina ver-
anstaltet haben. Ihre Werke sind einzigartig und werden viel gesammelt.“

Fragt man Christina Jarmolinski selbst zu ihrer Kunst und Art zu arbeiten, antwortet
sie:
“Sobald ich ein Bild signiere, geht es in die Welt hinaus. Erinnerungen flie-
ßen in ein Bild ein und dann in ein anderes.
Die Qualität der Farbe ist wichtig. Ich male viel mit dem Trockenpinsel.
Schichten sind wichtig, um Tiefe zu zeigen.

4
Malen bedeutet für mich Freiheit.
Langsam gesammelte Erfahrungen spiegeln sich in meiner Kunst wider. Ich
male ununterbrochen, seit ich 30 bin. Davor arbeitete ich als Keramikerin in
Ton.
Wie wird aus einem Gegenstand ein Bild?Das ist eine physikalische Sache.
Das Finden von Platz und Raum. Die Farben sagen die Wahrheit. Die Be-
handlung von Licht und Dunkelheit.
Zu viel Intellekt ist nicht gut. Gefühle und persönliche Ansichten müssen
neben den intellektuellen Bildern stehen. Ich verwende sehr oft den Prozess
der Abstraktion, aber nicht vollständig.
Wie sehe ich die Welt? Das wird oft durch Abstraktion ausgedrückt. Die
Malerei ist eine Plattform für den Ausdruck. Baumbilder sind wichtig. Die
Natur. Schönheit. Meine Bäume sind abstrakt, weil unser Schöpfer bessere
Bäume gemacht hat.
Warum ich male? Kunst ist da, wo mein Herz ist – Art is wehere my heart
is!“

5
von Schiffen – seien es Binnenlastenschiffe auf europäischen Flüssen wie Rhein oder
Donau, oder Segelschiffe in Kanada und den USA. Seine Palette zeigt aber genauso
Fotografien der wilden Natur der Meeresküsten in Kanada und den USA, wie auch die
Jugendstilarchitektur von Miami Beach oder kommerzielle Aufnahmen von Immobilien.
Zu Erich Schmidt-Unterseher:
Erich Schmidt-Unterseher, geboren 1920, gestorben 1990, studierte zunächst Archi-
tektur an der Technischen Hochschule in München und nach dem 2. Weltkrieg und
Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft Kunst zunächst an der Kunstschule Augs-
burg, sowie dann Malerei, Grafik und Keramik an der Kunstakademie München. Ende
der 1950-er/Anfang der 1960-er Jahre schlossen sich Studienaufenthalte bei Oskar
Kokoschka an der Internationalen Sommerakademie in der "Schule des Sehens" in
Salzburg und Studien der Bildhauerei mit Ton und Gips u.a. bei Prof. Minguzzi in Mai-
land an. Weitere Studienaufenthalte zu Bildhauerei in Wachsmodellen und Bronze-
guss führten ihn Ende der 1960-er Jahre wieder nach München an die Kunstakademie
zu Prof. Kirchner. Er unterrichtete selbst als Kunsterzieher zuletzt am Holbein Gymna-
sium in Augsburg.
Von 1962 bis 1990 nahm er jährlich mit seinen Werken an der "Großen Schwäbischen
Kunstausstellung" in Augsburg teil. Dergleichen stellte er seit 1967 bis 1990 durchge-
hend jedes Jahr im Rahmen der „Großen Kunstausstellung“ im Haus der Kunst in Mün-
chen aus. Weitere Einzel- und Gruppenausstellungen erfolgten u.a. in der Residenz-
galerie in Salzburg, im Österreichischen Kulturinstitut in Rom, in Bonn, in der „ECKE-
Galerie“ und im "Holbeinhaus" in Augsburg. 1991 und 2008 waren seine Werke an-
lässlich von Retrospektiven in der Schwabenakademie in Irsee und in der Galerie „Der
Malerhof“ ausgestellt.

Dr. Roswitha Terlinden, seinerzeit Leiterin der Evangelischen Akademie Tutzing, be-
schrieb sein Werk 1991:
“Erich Schmidt – Unterseher war als Mensch still, bescheiden und sehr
bestimmt. Und ebenso ist seine Kunst. Jede seiner Plastiken – sei sie
auch noch so kleinteilig, ausfahrend, zart oder verletzlich – ist formal

6
und inhaltlich stim mig, zu Ende gedacht, zu Ende geformt: steht als
Zeichen und setzt ein Zeichen.”
Dr. Gode Krämer, seinerzeit Direktor der Städtischen Kunstsammlungen Augsburg,
charakterisierte ebenfalls 1991:
“Aus dieser für Schmidt-Unterseher neuen, den Gegenstand abstra-
hierenden Gestaltungsform einwickelt sich ein Motiv, das wie ein Leit-
faden sein ganzes Werk durchzieht: “Das Schiff” symbolisiert durch
die Segel, deren Gegenständlichkeit im Laufe der Jahre immer weiter
verfremdet wird. Schmidt-Unterseher gestaltete das uralte Motiv des
Schiffes, dessen christliche Symbolik Rainer Beck in einem früheren
Katalog der Werke sehr schön herausgearbeitet hat, künstlerisch neu,
indem er nicht wie meist von der Form des Schiffrumpfes ausging,
sondern von dem majestätischen Anblic k der Segel: Ihre Fülle und
Straffheit oder ihre Gespannt- oder Zerrissenheit bestimmt den Aus-
druck der Plastik, den zudem der vom Künstler beigegebene Titel äu-
ßerst präzis beschreibt.”

usw.

Vielen  Dank Dr. Christian Schmitt fuer Deine Worte.

Photos folgen